Elisabethkirche

A
A
Ostatnia aktualizacja: 27 czerwca 2017 r.

An der Hauptstraße, die entlang der ehemaligen westlichen Befestigungen Danzigs führt, steht eine kleine, aber in ihrer Form sehr harmonische Kirche, ein wenig im Schatten des riesigen Gebäudes der Feuerversicherungsgesellschaft versteckt.  Das ist die St. Elisabethkirche, Element des Krankenhauskomplexes und der Herberge der ehemaligen "Armengilde", und dann der Krankenhausstiftung der Hl.  Elisabeth.

Als sich in Danzig die Reformation durchsetzte und die katholischen Kirchen an die jeweiligen protestantischen Gemeinden übergingen, wurde auch die St. Elisabethkirche Gotteshaus der neuen Konfession. Im Eigentum der Krankenhausstiftung bleibend, war sie im 16. Jh. der Ort, an dem Gottesdienste für die calvinistischen Schotten und Niederländer stattfinden, die als Söldner in den Danziger Einheiten dienten.

Nach fünfhundert Jahren fanden in der gleichen Kirche, die ab Mitte des 19. Jh. als Garnisonskirche für die preußischen Soldaten diente, Gottesdienste für die Soldaten der alliierten Besatzungsmächte statt, die in Danzig zwischen Ende des Ersten Weltkriegs und der Einrichtung der Freistadt Danzig stationiert waren.
Eine ungarische Spur in der Ausstattung der St. Elisabethkirche ist eine Kopie des Epitaphs für den Baron Adam Vay de Vaya. Der Baron starb in Danzig während des Besuchs von Fürst Franz Rakoczy, der inkognito als „Graf Sáros” auftrat. Das Originalepitaph mit den Gebeinen des Ungarn wurde um 1900 in seine Heimat verbracht.

Mit der St. Elisabethkirche  und der benachbarten St. Josefskirche ist die Geschichte eines Ereignisses verbunden, die man als Zeichen der Ökumene und Beweis der Toleranz für die kulturelle Andersartigkeit ansehen kann, die im alten Danzig herrschte. Als es nämlich 1678 zu Unruhen kam und die Massen das Kloster der Karmeliter und die St. Josefskirche plünderten, suchten die Mönche Schutz in der calvinistischen St. Elisabethkirche, der ihnen ohne zu zögern gewährt wurde. Zur Erinnerung dieses Ereignisses und als Beweis der Dankbarkeit für die uneigennützige und interkonfessionelle Hilfe, die den Karmelitern gewährt wurde, wurden seitdem beim St. Josef immer dann die Glocken geläutet, wenn ein calvinistischer Prediger aus der St. Elisabethkirche starb.